Founders Stories

Founders Stories #12: Comydo

By Februar 11, 2021 No Comments

Das Comydo Team

Den Grundstein für Comydo legten wir am Institut für Logistik und Transport an der Uni Hamburg. Dort grübelte Julian, wie man bei der Paketzustellung die Effizienz der letzten Meile steigern könnte. Die Grundidee war simpel: Paketzusteller*Innen sollen ins Haus gelangen, ohne dass jemand öffnet und auch ohne Schlüssel oder Transponder. Das Paket selbst muss der Schlüssel sein. Felix entwickelte dann die ersten Prototypen und es erwuchs immer stärker der Gründungsgedanke. Comydo war geboren.

Seitdem sind mehrere Jahre vergangen und aus einer Forschungsidee ist ein Zugangsmanagementsystem entstanden, das in seiner Flexibilität einzigartig ist.

Wir stellten nämlich schnell fest, dass nicht nur Paketzusteller*Innen auf flexiblen Zugang zu Wohngebäuden angewiesen sind. Auch Reparaturdienste, die Gebäudereinigung und andere Serviceanbieter betreten regelmäßig die Eingangsbereiche von Mehrfamilienhäusern. Dafür war es bisher notwendig, vorab den jeweiligen Schlüssel zu übergeben oder gar das eigene Personal loszuschicken, um die Tür zu öffnen. Beides ist nicht nur aufwendig, sondern auch teuer. Und wenn vorher nicht bekannt ist, wer genau wann Zutritt braucht, wird es besonders kompliziert.

Dieses Problem löst Comydo. Die bestehende Gebäudetechnik wird um das einfach zu installierende Comydo-Modul erweitert. Über eine Web-Anwendung können nun die Zutrittsberechtigungen erstellt und in Form von QR-Codes einfach versendet werden, etwa automatisch per E-Mail. Für den Zutritt zum Gebäude muss nur der Code bspw. auf dem Smartphone oder als Ausdruck vor das Comydo-Modul gehalten werden. Die Berechtigung wird dann in Echtzeit geprüft und die Tür im Erfolgsfall geöffnet. Und da die benötigten Codes auf den Versandetiketten von Paketen schon drauf sind, werden Pakete ganz automatisch zu schlüsseln – vorausgesetzt, das Paket ist wirklich für das Haus bestimmt.

Anhand von Kundenfeedback haben wir laufend Verbesserungen vorgenommen und das Produkt weiterentwickelt. Und auch abseits der Wohnungswirtschaft ist flexibler Zugang von hoher Bedeutung. Überall dort, wo wechselnde Personenkreise Zugang benötigen, kann Comydo besonders punkten. So öffnet Comydo heute zum Beispiel Tore von Speditionshöfen, um Truckern sichere Parkplätze bereitzustellen oder ermöglicht den Zutritt zu Coworking-Spaces und 24-Stunden-Filialen.

Die neueste Erweiterung unseres Produktportfolios ist die Comydo-Kennzeichenerkennung. Über unsere einheitliche Plattform können nicht nur QR-Codes flexibel erzeugt und versendet werden. Auch Kennzeichen können mit flexiblen Zufahrtsberechtigungen ausgestattet werden. Mit einer performanten Plug & Play Kamera können Parkhäuser, Parkplätze und Firmengelände so ganz einfach digitalisiert werden.

Dabei war stets auch die Unterstützung von Partnern sehr wichtig. Früh sind wir eine Vertriebskooperation mit Vodafone eingegangen und wurden Partner im Vodafone UPLIFT Programm. Dadurch steht uns ein starker Multiplikator mit einer vertrauenswürdigen Marke zur Seite.

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank hat uns anfangs mit dem Frühphasenprogramm InnoRampUp dabei unterstützt, dieses Potenzial auch zu heben. In der darauffolgenden Finanzierungsrunde stieg die Förderbank zusammen mit dem High-Tech Gründerfonds und dem Investor Anyon bei uns als VC ein. Das gibt uns den nötigen Rückenwind für die kommenden Schritte, allen voran die Erschließung weiterer Märkte und der Entwicklung neuer Produkte.